1 Gesucht und gar nicht leicht gefunden

– Erfahrungsbericht Sprechtraining –

„Wer die Wahl hat, hat die Qual“ oder

„Viele Angebote ergeben noch keinen Meister“

Auf der Suche nach einer berufsbegleitenden Sprechausbildung ziehe ich meinen Laptop zu Rate. Wo auch sonst als im Internet lässt sich einfach und bequem das Angebot sichten und sortieren. Das Ergebnis verschiedener Suchmaschinen war überraschend und machte mich ratlos zugleich: Es wimmelte nur so von Offerten. Doch welche würde passen und welche ist seriös im Sinne eines grundlegenden und nachhaltigen Trainings? Trainer mit fundierter Ausbildung sollten auf ihrer Internetseite wenigstens mit einem aussagekräftigen Lebenslauf und Referenzen glänzen. Dies kann der ersten Orientierung dienen. Als Laie war ich dennoch überfragt. Also blieb nur eines für den Beginn: ein Selbsttest mit der Teilnahme an einem Tage-Seminar.

Das erste Probeschnuppern an einem Abend mit einer Handvoll Interessierten ließ hoffen. Es gab eine erste Einführung in „richtigem Atmen“ und einen winzigen Exkurs in Stimmbildung. Für die meisten war es Neuland. Sie waren beeindruckt, zumindest ließen ihre Reaktionen darauf schließen. Dieses Treffen diente freilich einem Zweck: Es sollte für ein zweitägiges Seminar werben und neugierig machen – mit einem Schnuppertermin. Und so traf ich wenige Wochen später bei einem Wochenend-Kurs viele Gesichter wieder. Die Grundlagen der Sprecharbeit sollten gelegt werden. Die Gruppe war bunt gemischt, darunter Laien-Schauspieler, Studenten, die ihre Vortragsweise verbessern wollten, Hobby-Sänger und wenige aus der Medienbranche. Aus meiner Sicht waren es zu viele unterschiedliche Interessen und Bedarfsgruppen, die sich an zwei Tagen nur schwerlich unter einen Hut bringen lassen.

Es waren gewiss interessante Tage, aber ein nachhaltiger Effekt hat sich bei mir nicht eingestellt, nicht zuletzt weil meine Fragen, Anliegen und Defizite andere waren als die meiner Sitznachbarn. Zudem habe ich im Nachgang festgestellt, dass einige Inhalte und Beispiele aus einem im Handel erhältlichen Fachbuch entnommen waren. Dies im Nachgang nachzulesen, ist gewiss hilfreich. Dabei bin ich allerdings schnell an Grenzen gestoßen und fand heraus, dass ein Sprechtraining im Selbststudium nicht zu realisieren ist, schon gar nicht für die Zielgruppe eines Journalisten-Profis.

Eine Gegenüberstellung: Das Erlernen einer Fremdsprache, die tunlichst auch nicht im stillen Kämmerlein einstudiert werden sollte, benötigt Vokabular, Übung, Kommunikation mit Interaktion und die Überwindung von Sprachbarrieren in Verbindung mit dem Erlernten – das praktische Lernen ist hier vorübergehend auch im Sprachlabor mit kommunikativ-interaktivem Hörkontakt zum Kursleiter möglich, besser aber einzeln und in der Direktkorrektur.

Das Trainieren von Sprechabläufen und das Stärken von Verhaltensweisen im Vortrag dagegen hat weniger mit dem Vokabular als mit dem Erlernen von besseren Abläufen, der Steuerung und dem Bewusstsein von Bewegungsabläufen sowie den eigenen kommunikativ – interaktiven Verhaltensweisen des Ausdrucks innerhalb bestimmter Situationen zu tun. Dieses Lernen lebt vom direkten, persönlichen Austausch und dem lebendigen, körper-sprachlichen Ausdruck beim Sprechen.

So zog ich weiter im Internet von Homepage zu Homepage, fragte Kollegen nach deren Erfahrung und habe schließlich bei Vocalitas® für ein Vocal Coaching vorgesprochen. Dort gab es den direkt auf meine Bedürfnisse und Ziele abgestimmten Einzel-Unterricht, der auf so vielen Ebenen persönlich, unmittelbar und direkt einzugehen vermochte, in einem fachlichen Spielraum, den ein Gruppentraining niemals leisten kann. Dabei wurde mir klarer als je zuvor: Professionelles Sprechen ist ein „Handwerk“ und eine Kunst für sich, das sich nicht durch Blättern in einer „ratgebenden“ Fachlektüre oder an einem Wochenende erlernen lässt. Es braucht Zeit, Übung sowie professionell hoch qualifizierte Anleitung. Denn Sprechen ist ein physischer Vorgang, der mehr ist, als Wortspiel-Übungen für die Artiku-lation oder den Stimmapparat zum Schwingen zu bringen.

Professionelles Sprechen kann mit vielen Zielausrichtungen verbunden sein, die ich selbst wählen und motiviert „im Auge behalten“ muss. Meine Zielsetzung wird von verschiedenen Faktoren abhängen, die ich zum großen Teil selber bestimme und entsprechend diszipliniert erarbeiten muss. Ich selbst möchte in meinem Beruf praktisch meinen Aufgaben „on air“ gewachsen sein – und das auf einem sehr guten Niveau. Dies finde ich bei Petra Wolf-Perraudin. Ihr Unterricht hat bereits nach kürzester Zeit dazu geführt, dass ich mich intensiver mit dem Wesentlichen auseinander-setzen kann, was das Sprechen ausmacht – fördert und hindert.

Und: Mittlerweile betrachte ich die reichlich vorhandenen Angebote von Stimm- und Sprechtrainings im Internet mit anderen Augen und Maßstäben. Vieles, was auf Homepages geschrieben steht, klingt zwar beim ersten Lesen verlockend, ist aber aus meiner heutigen Sicht nur wenig zielführend und nachhaltig effektiv. Der zweite Blick sollte in der weit verbreiteten Oberflächlichkeit des Angebots nach der hoch-qualifiziert differenzierten Profundität und Professionalität des Coaches suchen, die für das sichere Erreichen des individuellen Lernziels auch methodisch absolut entscheidend ist.

Die hohe Qualifikation des Coaches und die erstaunlichen Teilergebnisse meiner persönlichen Entwicklung durch Frau Wolf-Perraudin sind überzeugend und bestätigen mir, dass ich mich trotz der räumlich zu überwindenden Distanz richtig entschieden habe.

Die deutsche Medien-, Bühnen- und Vortrags-Landschaft braucht auf allen Ebenen der Präsentation eine professionellere Stimm- und Sprechkultur durch entsprechende Stimm- und Sprechausbilder bzw. Vocal-Coaches. Mit Petra Wolf-Perraudin ergab sich dies exzellent.

Anonymus*

© 2013 Copyright Autor dieses Artikel

*Erläuterung hierzu: das Vocalitas-Training erfolgt Personen- und Persönlichkeitsbezogen, somit auf Vertrauensbasis. Wenn ein Klient sich bereit erklärt, seine Erfahrungen veröffentlichen zu lassen, so sollte man respektieren, wenn er dies auf anonyme Weise wünscht.

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